Sozialdienst
Das Rote Kreuz Wallis betreut die Hilfeleistungen für die AsylantenInnen mit der
Aufenthaltsbewilligung B, dies gemäss Mandat des Kantons Wallis. Ebenso hat das RKW ein
Mandat der Stadt Sitten den AsylantenInnen mit Aufenthaltsbewilligung C, sowie denen mit einer
Aufenthaltsbewilligung B aus humanitären Gründen Hilfeleistungen zu gewähren.
Ziel der Dienstleistungen für die AsylantenInnen ist es diese zu begleiten zur Autonomie,
zur sozialen und beruflichen Integration.
Unsere Aktivitäten bestehen hauptsächlich aus folgenden Leistungen:
- Finanzielle Hilfe
- Hilfe bei Jobsuche
- Hilfe bei personellen Problemen (z.B. Eheproblemen, Vermittlung der Kinder bei der Einschulung, psychischen Problemen, usw.)
- Orientierung bei den diversen Sprachkursen
- Hilfe bei Wohnungssuche
- Soziale Informationen
- Hilfe bei Familiennachzug
Unsere Aufgabe ist es auch der Schweizer Bevölkerung zu helfen, die Situation
der Asylanten und Asylantinnen besser zu verstehen. Momentan arbeiten vier Sozialhelferinnen
inklusiv die Direktorin, in Teilzeitarbeit im Sozialdienst. Das Büro besteht ebenfalls aus einem
Sekretär-Buchhalter und zwei Teilzeitsekretärinnen.
Dienstleistung „Promotion“ (Beratung, Unterstützung und Förderung bei der beruflichen Laufbahn)
Seit vielen Jahren ist es ein notorisches Problem, dass die Asylanten/Innen mit der Aufenthaltsbewilligung F Qr
und B Status für AsylantenInnen Schwierigkeiten haben eine Arbeit zu finden, in Zusammenhang mit ihren Erwartungen,
ihren Fähigkeiten oder der Arbeit die sie in ihrem Herkunftsland ausgeübt haben. Jedoch das Wichtigste um aus der
Fürsorge herauszukommen ist eine berufliche Anstellung.
Die Dienstleistung „Promotion“ gibt es seit April 2002. Ein Mitarbeiter betreut diesen Dienst zu 100 Prozent.
Die Ziele dieser Leistungen sind:
- Hilfeleistung bei der Ausarbeitung eines beruflichen Plans der klar und realistisch ist, sowie Organisieren von Französisch-Kursen.
- Begleitung der AsylantenInnen bei den ersten beruflichen Erfahrungen.
- Erleichterung seiner Integration und Hinführung zur Autonomie.
Folgende Mittel stehen zur Verfügung um diese Ziele zu erreichen:
- Erstellung einer beruflichen Bilanzierung die sich auf die Interessen, die Kompetenzen, die personellen Fähigkeiten und den Arbeitsmarkt beziehen.
- Zusammensetzung einer Vorstellungsmappe (Lebenslauf, Diplome, andere nützliche Dokumente).
- Aufstellung eines Aktionsplans ( Praktika, zusätzliche Ausbildungen, Stellensuche, usw.).
Projekt « Détention »
Anlässlich der Volksabstimmung über das neue Ausländergesetz und der Teilrevision des Asylgesetzes hat das
Schweizer Volk am 24. September 2006 einer Verschärfung der Einschränkungsmassnahmen zugestimmt. Dem zu Folge
können die kantonalen Behörden die Ausschaffungshaft veranlassen um Personen, die sich in einer illegalen Lage
befinden, auszuschaffen oder den Nichteintretensentscheid (NEE) durchzuführen.
Das Projekt « Détention », ein Pilotprojekt des Schweizerischen Roten Kreuzes, hat als Ziel, Personen
in der Ausschaffungshaft Beratung und Unterstützung zu verschaffen. Im Wallis wurde dieses Projekt in
Zusammenarbeit mit der Dienststelle für Bevölkerung und Migration des Kantons umgesetzt.
Eine Sozialarbeiterin des Roten Kreuzes Wallis besucht im Zentrum LMC in Granges regelmässig auszuschaffende
Personen. Sie unterstützt diese in psychologischer Hinsicht, denn viele befinden sich in einem hilflosen
persönlichen Zustand und verstehen nicht, wieso sie sich in Ausschaffungshaft befinden. Die Gespräche beziehen
sich ebenfalls auf die konkrete Organisation ihrer Rückkehr in ihr Heimatland oder ein anderes Gastland.
Kontakt:
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